In der Tradition des Karate auf Okinawa unterrichten wir innerhalb des Systems auch die traditionellen Waffenkünste des Kobudô. Diese Kampfformen, die mit Waffen wie dem Langstock (Bô), Sai (Eisengabel), Hanbô (Kurzstock) etc. ausgeführt werden, wurden früher mit dem Karate zusammen unterrichtet. Die unbewaffneten Künste nahmen dabei immer den größten Teil des Studiums ein, da sie die notwendigen Grundlagen und Vorraussetzungen lehrten. Doch der Umgang mit diesen Waffen bringt viele Vorteile auch für das eigene Karate, er komplettiert das Training der traditionellen Kampfkünste.
Auch für die Fähigkeiten der Selbstverteidigung ist das Training des Kobudô von großem Nutzen. Viele der Waffen, wie z.B. der Langstock, werden in dieser Gestalt in heutigen Selbstverteidigungssituationen nicht mehr vorkommen, trotzdem kann ein versierter Umgang mit ihnen nicht schaden - lässt sich ihre Handhabung doch oft leicht auf diverse Alltagsgegenstände (wie z.B. einen Regenschirm) übertragen. Das Studium der unterschiedlichen Waffen ermöglicht so, irgendwann jeglichen Gegenstand zur Verteidigung einzusetzten. Fernab von diesen praktischen Nutzen steht jedoch die Freude und Zufriedenheit, die man durch das Beherrschen einer so alten Kunst erlangt.
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